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Früher wurden Digitalisierungsprojekte oftmals ad hoc durchgeführt, ohne genauen Plan und mit meist nur einer vagen Vorstellung, wie und von wem die digitalisierten Objekte in Zukunft genutzt werden oder ob die digitalen Inhalte auch in Zukunft verfügbar und zugänglich sein würden. Nicht wenige Ressourcen wurden aufgewendet, teils enorme Bestände zu digitalisieren, die heute nicht mehr verwendet werden bzw. im schlimmsten Falle schon nicht mehr zugänglich sind.
Die Anwendung von Good-Practice gilt unter ExpertInnen als vielversprechender Weg, um Institutionen des kulturellen Erbes vor alten Fehlern zu bewahren und die Investitionskosten, die in die Digitalisierung kultureller und wissenschaftlicher Inhalte fließen, bestmöglich zu amortisieren.
Was versteht man unter Good-Practice?
Good-Practice kann als die Summe aller notwendigen Aktivitäten verstanden werden, um digitale Kulturobjekte weitest möglich nutzbar zu machen und sicher zu stellen, dass auf existierende Bestände aufgebaut werden kann und bestehende digitale Ressourcen auch in Zukunft erhalten und zugänglich bleiben.
Konkret heißt das für Kulturinstituionen, all jene (technischen, organisatorischen, informativen) Standards und Methodologien zu identifizieren, anzunehmen und auf die eigene Praxis im Haus anzuwenden, die innerhalb der besten Institution des Sektors derzeit Praxis sind. Nur so wird es Kulturinstitutionen in Zukunft erlaubt sein, digitale Sammlungen zu erstellen, die weithin genutzt werden und so die mit der Digitalisierung verbundenen Ausgaben legitimieren. Nur durch die bestmögliche Nutzung kann die Nachhaltigkeit von Digitalisierungsprogrammen garantiert werden.
Benchmarking als nächster Schritt
Entscheidet sich eine Kulturinstitution, Good-Practice auf die eigenen Praktiken im Haus anzuwenden, so ist Benchmarking der nächste logische Schritt. Denn: um festzustellen, was Good Practice in der Erzeugung digitaler Ressourcen bedeutet, muss die Institution eine nach außen gerichtete Sichtweise entwickeln, auf den Fehlern und Erfolgen der anderen lernen und sich selbst mit den Spitzenreitern im Kulturerbesektor zu vergleichen und auch messen.
Bewertung von Digitalisierungprojekt
Die europäische MINERVA-Arbeitsgruppe zu Benchmarking entwickelte ein Online-Benchmarking-Tool , das auf einer Reihe von Kriterien basiert, die derzeit als Good-Practices innerhalb des Kulturerbesektors gelten.
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"By adopting community shared good practice, project designers can ensure the broadest use of their materials, today and in the future, by audiences they may not even have imagined and by future applications that will dynamically recombine "digital objects" into new resources." (From NINCH)
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Benchmarking is "the practice of being humble enough to admit that someone else is better at something and being wise enough to learn how to match and even surpass them at it." (American Productivity and Quality Center 1993)
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