arbeiter-zeitung.at: Das offene Online-Archiv der „Arbeiter-Zeitung“Kategorie: National Gegründet 1889 als sozialistisches Zentralorgan, ab 1934 verboten und in die Illegalität gedrängt, ab 1945 wieder Sprachrohr der SPÖ und bis zu ihrer Einstellung 1991 eine der größten Tageszeitungen Österreichs, ist die Arbeiter-Zeitung (AZ) ein Dokument österreichischer Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Das gebührenfreie, online verfügbare Zeitungsarchiv arbeiter-zeitung.at gewährt als erste Online-Datenbank der Welt den lückenlosen Zugang zur gesamten Ausgabe einer Tageszeitung von 1945-1989. Insgesamt wurden dafür rund 200.000 einzelne Tageszeitungsseiten digitalisiert und nachbearbeitet und sind nun online abrufbar.
Folgende weitere Ausbau- und Verbesserungsschritte des AZ Online-Archivs sind geplant: - Kontinuierliche Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit
- Volltextsuche in den Zeitungsseiten
- Retro-Digitalisierung der Jahre 1889-1938
- Digitalisierung der Zeitungsbeilagen Thema und Journal für die Jahre 1980-1985, sowie das Zeitungsmaterial der letzten beiden Erscheinungsjahre 1990-1991
Das komplette Archivangebot ist ohne jegliche Einschränkung für alle User offen und unentgeltlich zu verwenden. Lediglich für die aktive Beteiligung im Forum des Archivs und das Benützen der Merkfunktion („Meine AZ“) ist eine einmalige, kostenlose Registrierung nötig. Diese Merkfunktion ermöglicht es den Benutzern und Benutzerinnen, interessante Seiten in einer Merkliste abzulegen, zu kommentieren und einfach und schnell wieder aufzurufen.
Die Kooperation hinter arbeiter-zeitung.at hatte sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren im Umgang mit historischem Zeitungsmaterial zu entwickeln, das unter medienökonomisch plausiblen Rahmenbedingungen die userfreundliche Erschließung dieses Materials im Internet möglich macht.
Im Mittelpunkt standen daher eine größtmögliche Userorientierung und Wirtschaftlichkeit und weniger die makellose Abbildung und „digitale Konservierung“ der Originale.
Die Kaltenbrunner Medienberatung und scharf_net haben gemeinsam wiederholt für große Medienunternehmen Web-Strategien und Umsetzungen entwickelt – auch im Hinblick auf Archivfragen. Das vorliegende Projekt erweitert das Know-how der Kooperationspartner im wichtigen Bereich retrodigitalisierter Archive.
Die Beteiligung des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Uni Klagenfurt lag neben der Realisierung vor allem im einfachen Zugang zu detaillierten User- und Nutzungsdaten und damit der Möglichkeit zur Rezipientenforschung im Bereich Nutzung von Online-Archiven begründet. [www.arbeiter-zeitung.at] Projektstatus: Laufend (Ko-)Finanzierung:
Primär wurde das Projekt durch Eigenmittel der Kaltenbrunner-Medienberatung und scharf_net, sowie eine Förderung des Zentrums für Innovation und Technologie (ZIT des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds) finanziert.
Für weitere Forschungsarbeiten am Archiv, besonders im Hinblick auf dessen Nutzung, ist eine Förderung des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank zugesprochen worden. Digitalisierungsprozess:
Vor der Umsetzung des eigentlichen Projektes wurde 2001/2002 von den Projektinitiatoren über mehrere Monate eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die sich nicht nur mit der Klärung der Rechte und der Benutzerbedürfnisse befasste, sondern in rund hundert Recherchegesprächen und Anwendungstests auch die technischen Umsetzungsmöglichkeiten und Digitalisierungsvarianten erhob.
Für die eigentliche Digitalisierung der AZ wurden zunächst Kopien von den in Berlin archivierten Original-Mikrofilmen gezogen und anschließend digitalisiert. Die Entscheidung für den Mikrofilm anstelle von Papier-Originalen lag vorrangig in der einfacheren und daher wesentlich günstigeren Verarbeitung unter Schonung der Originale begründet. Digitalisiert wurde mit einer Auflösung von 300 dpi bitonal und im ersten Schritt verlustfrei als TIFF gespeichert. Diese hohe Auflösung wäre für die derzeitige Form der Archivausgabe nicht notwendig gewesen, jedoch soll die Qualität auch zukünftigen Entwicklungen – vor allem die Realisierung einer Volltextsuche - genügen. Jedes digitalisierte Bild der einzelnen Zeitungsseiten wurde einzeln nachbearbeitet, um es an der richtigen Stelle im Archiv zu platzieren – d. h. sowohl Datum und Seitennummer wurden überprüft, wie auch die Trennung in Hauptblatt und Beilagen. Für die Darstellung im Internet wurden alle Seiten als JPGs Web-optimiert, wobei zwischen der qualitativen Darstellung und der Ladegeschwindigkeit der Zeitungsseiten im Internet ein Kompromiss gefunden werden musste. Dies zumal jede Seite nur in einer Qualität gespeichert werden sollte. Um unterschiedlichen Rezeptionsweisen und Bildschirmgrößen zu berücksichtigen wurden zwei Betrachtungsversionen – eine Flash-Variante mit Zoom und eine fixe html-Variante – entwickelt. KontaktTobias Radinger T.: ++43-1-489-48-49 F.: ++43-1-480-03-95 E-Mail: tobias.radinger@eunet.at
ProjektkoordinatorKaltenbrunner Medienberatung Projektpartnerscharf_net Internetdienstleistungen GmbH
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